Cluny Abbey Remnants Guide
Der Innenhof des Abtspalasts in Cluny, beschnittene Eiben auf dem Rasen und der achteckige Clocher de l'Eau Bénite, der sich über die langen Dächer erhebt

Saône-et-Loire, Burgund

Wandeln Sie auf den Spuren der verschwundenen Abteikirche von Cluny

Begonnen im Jahr 1088, war Cluny III die größte Kirche der Welt, bis St. Peter in Rom neu errichtet wurde.

Ein unabhängiger Guide zur Abtei Cluny, nicht von CMN betrieben oder mit CMN verbunden. Touren werden über Viator gebucht.

Auf den Punkt gebracht

Gegründet
910 von Wilhelm I., Herzog von Aquitanien, mit Berno als erstem Abt
Cluny III begonnen
1088 unter Abt Hugo von Semur; die größte Kirche der Welt, bis St. Peter in Rom neu errichtet wurde
Was erhalten bleibt
Etwa ein Zehntel der Grundfläche der großen Kirche: das südliche Querschiff, sein Glockenturm und die unteren Teile der beiden Westtürme
Eintritt frei
Unter 18-Jährige sowie EU-Bürgerinnen und EU-Bürger im Alter von 18 bis 25 Jahren mit Ausweis
Die verfallenen Mauern des Klosterbezirks von Cluny, dahinter der Glockenturm über den freigelegten Grundmauern des verlorenen LanghausesDer achteckige Clocher de l'Eau Bénite, der romanische Glockenturm, der noch heute das erhaltene Querschiff der Abtei Cluny kröntDie Stadt Cluny unterhalb des Abteiglockenturms, gesehen von einer KopfsteinstraßeDas holzgewölbte Dach des Farinier in der Abtei Cluny, über den geretteten romanischen Kapitellen der verlorenen Kirche

Was erhalten ist

Cluny III wurde nach der Revolution Stein für Stein abgetragen. Hier sehen Sie, was an Ort und Stelle erhalten geblieben ist – Stück für Stück.

Das Querschiff, der Farinier und das Museum liegen nur einen kurzen Spaziergang voneinander entfernt, innerhalb desselben ummauerten Areals.

  1. Das Querschiff

    Wo die Kirche noch steht

    Das erhaltene südliche Querschiff von Cluny III ist das eine Stück der großen Kirche, das noch heute den Zweck erfüllt, für den es erbaut wurde. Freies Gelände erstreckt sich auf der Seite, wo sich einst das Langhaus fortsetzte.

  2. Der Glockenturm

    Der Clocher de l'Eau Bénite

    Der achteckige Turm, der noch immer über dem südlichen Querschiff aufragt, ist das Wahrzeichen, das Sie von überall in der Stadt sehen – und das deutlichste Zeichen für die einstige Größe der gesamten Kirche.

  3. Die Westtürme

    Zwei Stümpfe am fernen Ende

    Die unteren Abschnitte zweier Türme, die einst an der Westfassade der Kirche standen, sind erhalten geblieben und markieren ungefähr den Punkt, an dem Cluny III schließlich endete – ein langer Weg vom Querschiff.

  4. Der Farinier

    Ein Kornspeicher, der die Kirche überdauerte

    Im 13. Jahrhundert erbaut, um die Vorräte und das Mehl der Mönche zu lagern, bewahrt das Farinier bis heute sein Dachgestühl aus Kastanienholz, das wie der umgedrehte Rumpf eines Schiffes geformt ist. Heute beherbergt es die geschnitzten Kapitelle aus dem Chor von Cluny III.

  5. Das Museum

    Palais Jean de Bourbon

    Der spätmittelalterliche Palast beherbergt heute das Musée d'art et d'archéologie, wo Skulpturen und aus der Abtei geborgene Fragmente helfen, die verlorene Kirche vor dem geistigen Auge wiederauferstehen zu lassen.

Warum das meiste verschwunden ist

Eine Abtei, die allein dem Papst unterstand

Gegründet im Jahr 910, unterstand Cluny einzig dem Papst, frei von lokalen Fürsten und Bischöfen. Bis zum zwölften Jahrhundert waren ihm mehr als dreihundert Klöster in ganz Europa unterstellt.

Erbaut als größte Kirche der Welt

Die dritte Abteikirche, 1088 unter Abt Hugo von Semur begonnen, wurde in gewaltigem Maßstab errichtet: Sie blieb die größte Kirche der Welt, bis der Petersdom in Rom neu erbaut wurde.

Geplündert, verkauft und als Steinbruch abgetragen

Die Revolution machte dem ein Ende: Die Abtei wurde 1790 geplündert, ihre Bibliothek und ihr Archiv 1793 verbrannt, und die Kirche selbst wurde verkauft und in den folgenden Jahren als Baumaterial abgetragen, bis das Kloster bis 1810 größtenteils abgerissen war.

Was erhalten blieb – und warum

Etwa ein Zehntel der Grundfläche von Cluny III ist erhalten: das südliche Querschiff mit seinem Glockenturm und die unteren Partien der beiden Westtürme. Was bleibt, ist ein Fragment – doch groß genug, um daran das gesamte verlorene Bauwerk zu ermessen.

Fragen zum Besuch

Ist dies die eigene Website der Abtei?

Nein – dieser Guide ist unabhängig und nicht mit dem Centre des monuments nationaux verbunden, der Einrichtung, die die Abtei verwaltet. Aktuelle Öffnungszeiten, Preise und direkt von der Abtei verkaufte Tickets finden Sie auf der eigenen Website der Abtei.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?

Rechnen Sie mit neunzig Minuten bis zwei Stunden, um das Querschiff und den Turm, das Farinier und das Museum im Palais Jean de Bourbon zu durchqueren – länger, wenn Sie die geschnitzten Kapitelle eingehend studieren möchten.

Wann ist die beste Tageszeit für einen Besuch?

Früh oder spät innerhalb der Öffnungszeiten, wenn das tiefe Licht den Clocher de l'Eau Bénite einfängt und die Anlage am ruhigsten ist. Zur Mittagszeit kommen die meisten Besucher, und das Licht ist am flachsten.

Wie komme ich ohne Auto nach Cluny?

Nehmen Sie den TGV zum Bahnhof Mâcon-Loché und dann den Regionalbus der Linie 701, der in etwa zwanzig Minuten nach Cluny fährt. Einen direkten Zug nach Cluny selbst gibt es nicht.

Ist die Abtei Cluny für Kinder geeignet?

Mit der richtigen Herangehensweise kann das durchaus gelingen. Die Geschichte einer Kirche, die einst die größte der Welt war und dann fast vollständig verschwand, kommt bei neugierigen Kindern meist gut an, und die geschnitzten Kapitelle im Farinier eignen sich hervorragend für eine spielerische Detailsuche.

Brauchen Unter-18-Jährige ein Ticket?

Unter-18-Jährige haben freien Eintritt, ebenso EU-Bürgerinnen und EU-Bürger im Alter von 18 bis 25 Jahren mit gültigem Ausweis. Prüfen Sie die aktuellen Eintrittsbedingungen auf der Website der Abtei, bevor Sie losfahren.

Wie viel der ursprünglichen Abtei ist erhalten?

Etwa ein Zehntel der Grundfläche der großen dritten Kirche, Cluny III: das südliche Querschiff mit seinem Glockenturm sowie die unteren Partien der beiden Westtürme. Im Farinier und im Museum werden Skulpturen und Fragmente aufbewahrt, die aus dem übrigen Bauwerk geborgen wurden.

Welche Fotomotive sollte man einplanen?

Den Glockenturm vom Gelände aus gesehen, bei tiefem Morgen- oder Abendlicht, und das Kastaniendach des Farinier über den geschnitzten Kapitellen. Informieren Sie sich am Tag Ihres Besuchs über die geltenden Regeln zu Blitzlicht oder Stativen.

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